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Brachialkur mit „krankem Kind˜ Latino-Einfluss in der US-amerikanischen Rockmusik verortet der Mitteleuropäer gern bei Musikern, die aus East Los Angeles oder einem texanischen Grenzkaff stammen. Genügend lateinamerikanische Einwanderer schlagen sich auch im Schmelztiegel New York durchs Leben, das benachbarte New Jersey gilt seit Frank Sinatras Zeiten eher als bevorzugtes Territorium der Sopranos. Denkste, denn 1998 gründen sechs Kids, einige davon gebürtige Peruaner bzw. Brasilianer, die Metal-Band „El Nino˜ (auf Deutsch: das Kind). Aus rechtlichen Gründen mussten sie sich wenig später in „Ill Nino ˜ („krankes˜ oder „illegales Kind˜) umbenennen. Zumindest eines der Gründungsmitglieder war schon seinerzeit kein Anfänger im Musikbiz: Schlagzeuger Dave Chavarri trommelte zuvor bereits bei Pro Pain und M.O.D. sowie aushilfsweise bei Soulfly. Mit letzteren verbindet Ill Nino bis heute eine Vorliebe für Perkussionseinlagen und Ausflüge in die exotische Welt des Flamencos. Zudem kann Sänger Christian Machado nicht nur den röhrenden Schwermetallhirsch machen, sondern auch musikschulmäßig singen. Headbanger braucht es aber nicht bange werden: meist dominiert ein kräftiger Sound, der samt gelegentlichen Abstechern Richtung Hardcore-Punk den Freunden von Machine Head oder Slipknot zu gefallen weiß.
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