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04.12.2019

Voodoo Jürgens (AT)

support: Felix Kramer (AT)

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 20:00 UHR, Saal
VA: RH-Veranstaltung
PREISE Member Vorverkauf: 23,00€Vorverkauf: 25,00€
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Voodoo Jürgens

Schmäh ohne: als Ende 2016 „Ansa Woar“ das Debütalbum von Voodoo Jürgens erschien bekam es durch die Bank Lobeshymnen und Top-Bewertungen; gleichzeitig schrieben wohlwollende Medien wie der Musikexpress im aufmunternden Ton, dass diese Musik nun aber wirklich zu österreichisch, zu raunzend, zu fordernd, letztlich auch zu „leiwand“ sei um von den goldenen Schallplatten der rund um diese Zeit durchstartenden und sehr breitenwirksamen österreichischen Erfolgs-Acts zu träumen. Es kam anders; „Ansa Woar“ stieg – als wohl erstes österreichisches Indie-Album überhaupt – von null auf eins in die Verkaufscharts ein, holte im Rekordtempo Gold-Status und sorgte selbst beim deutschen Nachbarn für volle Hallen und klingelnde Kassen; und das eben ohne Anbiederung an Erfolgsformeln, ohne  das  Schielen  auf  Verkaufszahlen  und  Hörgewohnheiten,  sondern  durch  klassische Mundpropaganda basierend auf dem Charisma eines beinahe gescheiterten und fünf vor zwölf aus dem Underground nach oben gespülten Hallodris.  

Der  Hype  war  berechtigt.  „Ansa  Woar“  entpuppte  sich  als  einer  der  ganz  großen  Würfe  der österreichischen Pop-Geschichte. 

Nach drei Jahren Funkstille ist somit der Hunger nach neuem Voodoo-Material gigantisch; aber auch hinter der langen Wartezeit verbirgt sich keine Berechnung. Voodoo nahm sich die Zeit die es braucht, weil  „auf  muaß  geht  gar  nix  –  es  muaß  sich  ergeben“  wie  er  schlau  im  gespenstischen „Ohrwaschlkräuler“  postuliert. 

Inzwischen steht ihm eine fantastisch eingespielte Band zur Seite, eine der besten des Landes, die Ansa Panier. Inzwischen ist er als Songwriter gereift und in die Liga eines Nino Mandl, also in den obersten Olymp kontemporären deutschsprachigen Liedermachertums aufgestiegen. Er ist nun selbstbewusster, klarer und artikulierter; weiß was er kann; das hört man der neuen Platte an. 

Lässig serviert er Knaller wie den Titelsong (featuring der one and only Jazz Gitti) und „Kumma ned“ (featuring dem one and only Louie Austen), die dem Album zu Beginn auch gleich einen thematischen roten Faden verleihen, der immer wieder locker aufgegriffen wird, sich aber auch gern mal verläuft um ungeschliffenen Juwelen wie „2l Eistee“ ihren Platz zum Strahlen zu geben. 

„`S Klane Glückspiel“ gelingt das Kunststück „Ansa Woar“ nochmal zu toppen. Die Deep Cuts sind schöner, die Hymnen auf Underdogs und Scheitern ergreifender, die Hits geiler, der Schmäh schwärzer und das Gesamtwerk homogener, ausgereifter aber auch farbenfroher und dabei zwingender... 

Bua, wie soll des weitergehen?

https://www.facebook.com/Krachmandlorchester/

Felix Kramer

"Moch di ned fertig!"

Hier wirken Entschleunigung und Ruhe statt Hysterie und Aufregung, es dominiert Minimalismus in der Instrumentierung als Gegenkonzept zu aufgeblasenen Hitradio- Arrangements.
In Verbindung mit Wienerisch eingefärbten Texten entsteht dadurch ein eigenwilliger Sog, der mitreißt. Man wird zum Beobachter. Und ehe man sich versieht, ist man schon mitten drin – in der intensiven Phantasiewelt des talentierten Herrn Kramer.

‚Wahrnehmungssache’ (VÖ: 21.9.2018), so der Titel von Felix Kramer’s Debut-Album, ist in gleichermaßen intensiver wie gegenseitig inspirierender Studioarbeit mit seinem Produzenten Hanibal Scheutz (5/8erl in Ehr’n) entstanden und erwischt einen gleich beim ersten Hören. Diese Lieder können niemanden kalt lassen. Zu tief treffen die Texte des 23jährigen Wieners, zu dicht spinnt er die Fäden seiner Geschichten, beinahe verstörend ehrlich und unmittelbar serviert er seine Romane im 4 Minuten-Format

https://www.felixkramer.at/