23.10.2026
Danko Jones (CA)
Kanada's mitunter erfolgreichstes Hardrock Outfit Danko Jones kehren im Oktober ins Rockhouse Salzburg zurück!
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VA: RH-Veranstaltung
Danko Jones
Seit Mitte der 1990er Jahre steht der Name Danko Jones für eine Haltung, die im Rock-Kosmos selten geworden ist: kompromisslose Energie ohne nostalgische Selbstzufriedenheit. Was als Trio aus Toronto begann, verwandelte sich über die Jahrzehnte in eine verlässliche Institution, deren markantestes Markenzeichen die unerschütterliche Stimme und Bühnenpräsenz des gleichnamigen Frontmanns ist. Danko Jones, der Sänger wie Figur gleichermaßen, versteht Rock nicht als ästhetische Verkleidung, sondern als Temperament – eine Haltung, die der Band zu internationaler Anerkennung verholfen hat.
Danko Jones etablierten sich früh als eine der druckvollsten Live-Bands Nordamerikas. Mit Alben wie Born a Lion (2002), We Sweat Blood (2003) oder Sleep Is the Enemy (2006) gelang der Durchbruch in Europa, insbesondere in Skandinavien und Deutschland, wo die Band bis heute eine treue Fanbasis besitzt. Spätere Werke wie Fire Music (2015), A Rock Supreme (2019) oder Power Trio (2021) zeigten eine bemerkenswerte Konstanz: stilistisch klar umrissen, aber vital und ohne Altersmüdigkeit.
Auch kommerziell war der Weg kein nebensächlicher. Singles wie „First Date“ oder „Had Enough“ fanden ihren Weg in Charts, Fernsehsendungen und Videospiele. Die Band tourte mit Größen wie Motörhead, Volbeat und Guns N’ Roses – ein Beleg dafür, wie selbstverständlich sie auf den großen Bühnen des Rock zuhause ist.
Mehrfach wurde die Gruppe für den Juno Award, Kanadas wichtigste Musikauszeichnung, nominiert – eine Bestätigung ihres Stellenwertes im heimischen Musikbetrieb. Hinzu kommen zahlreiche Radio-Hits in Kanada und Europa sowie wiederkehrende Platzierungen in Bestenlisten internationaler Fachmagazine. Dass Danko Jones trotz ihres Erfolgs nie zur reinen Mainstream-Marke wurden, macht diese Anerkennung umso beachtlicher.
Die Liste der Künstler, mit denen Danko Jones zusammengearbeitet haben, zeigt die Breite ihres Netzwerks: darunter Annie Hardy, Legion of the Damned, Mastodon, Volbeat oder The Wildhearts. Frontmann Danko Jones selbst ist zudem eine mediale Persönlichkeit – Podcast-Host, Essayist, Kolumnist und regelmäßige Stimme in Musik- und Popkulturdiskursen. Diese Vielgestaltigkeit verleiht der Band eine kulturelle Sichtbarkeit, die über das reine Musikmachen hinausweist.
Die Bedeutung von Danko Jones erschöpft sich nicht in Verkaufszahlen oder Tourerfolgen. Entscheidender ist die stilistische Klarheit, mit der die Band seit Jahrzehnten operiert. Während der Rock seit den 2000er Jahren in Wellen der Ironie, des Genre-Crossovers oder der digitalen Fragmentierung schwankt, hat Danko Jones eine fast altmodisch anmutende Tugend kultiviert: Authentizität ohne Stillstand.
Ihr Sound – ein hochverdichteter Mix aus Hard Rock, Punk-Affinitäten und Rhythm’n’Blues-Wurzeln – steht exemplarisch dafür, dass Einfachheit kein Mangel, sondern eine Kunst sein kann. Ihre Alben sind präzise, knapp, frei von überflüssigem Pathos, und ihre Live-Shows gelten als Maßstab des energiegeladenen Rockhandwerks.
Die Legacy von Danko Jones liegt in der Loyalität, die sie sich erspielt haben, und in der Beharrlichkeit ihres musikalischen Ethos. Sie sind eine Band, die den Rock nicht neu erfindet, sondern ihm seine Vitalität zurückgibt – durch Hingabe, Schärfe und Professionalität. In einer Ära des flüchtigen Erfolgs ist das bemerkenswert: Danko Jones sind nicht die lautesten Innovatoren, aber sie sind ein Fels in der Brandung eines Genres, das seine Beständigkeit dringend braucht.

