22.02.2027
Davy Knowles (UK)
Davy Knowles ist ein britischer Ausnahmegitarrist, der vom Blues über Classic Rock bis zum Folk eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat, mit internationalen Größen wie Joe Bonamassa, Jeff Beck und Joe Satriani auf der Bühne stand, mit Peter Frampton sein Abum produzierte und als erster Musiker live aus dem NASA-Kontrollzentrum zur ISS spielte.
Die Blue Monday Card ist bei diesem Termin gültig.
VA: RH-Veranstaltung
Member Abendkassa: 22.00€Abendkassa: 27.00€
Davy Knowles
Davy Knowles erlangte vor mehr als zwei Jahrzehnten erstmals internationale Aufmerksamkeit als Frontmann der Band Back Door Slam. Bereits sein Debüt wurde von Peter Frampton produziert und markierte den Beginn einer Karriere, die ihn rasch in den Kreis renommierter Musiker führte. Seither spielte er regelmäßig mit Joe Bonamassa, stand mit Chad Smith, Sammy Hagar und Joe Satriani im Projekt Chickenfoot auf der Bühne, tourte mit Jeff Beck und zahlreichen weiteren Größen – und wurde zudem zum ersten Künstler überhaupt, der live aus dem NASA-Kontrollzentrum zur Internationalen Raumstation ISS performte.
Ob akustische Gitarre, Mandoline, Lap Steel oder eruptiv aufgeladene E-Gitarre: Knowles entwickelt aus jedem Instrument eine unmittelbar erkennbare Sprache. Sein Spiel verbindet technische Präzision mit einer unverstellten Emotionalität und einer Bühnenpräsenz, die ohne Gestus auskommt und gerade darin ihre Wirkung entfaltet. Der britische Gitarrist und Songwriter bewegt sich dabei souverän zwischen stilistischen Räumen, ohne sich je festzulegen.
Seinen internationalen Durchbruch markierte 2007 das Album Roll Away mit Back Door Slam, das der Kritik Vergleiche entlockte, die bis heute nachhallen. So sprach etwa Patrick McDonald von der Seattle Times davon, er habe „den Geist von Jimi Hendrix“ gehört. Mit dem Folgealbum Coming Up For Air, produziert von Peter Frampton, festigte sich sein Ruf nachhaltig – Frampton selbst beschrieb Knowles als eine Art „Revolverheld-Gitarrist des 21. Jahrhunderts“.
Es folgten umfangreiche Tourneen und gemeinsame Bühnenmomente mit Jeff Beck, The Who, Joe Bonamassa, Kid Rock, Lynyrd Skynyrd, Brian Setzer, Chickenfoot und Joe Satriani, der ihn wiederum als „meinen liebsten modernen Bluesmusiker“ bezeichnete. Parallel dazu etablierte sich Knowles auch in den Charts des Genres, mit mehreren Top-5-Platzierungen in den Billboard Blues Charts, sowie durch Fernsehauftritte bei Formaten wie Jimmy Kimmel Live und CBS Good Morning America.
Auch jenseits der klassischen Konzertbühne setzte er Akzente: Als erster Musiker überhaupt spielte er live aus dem NASA-Kontrollzentrum in Richtung ISS – eine symbolische wie tatsächliche Erweiterung des Aufführungsraums, bei der Musik buchstäblich in den Orbit getragen wurde.
Stilistisch entzieht sich Knowles konsequent jeder Reduktion auf ein Genre. Sein Werk reicht vom erdigen Delta Blues über druckvollen Classic Rock bis hin zu introspektivem, beinahe kammermusikalischem Folk, wie zuletzt auf If I Should Wander (2023). Diese Spannbreite ist bei ihm kein Konzept, sondern gelebte Praxis.
Live entfaltet sich diese Vielseitigkeit entweder im intimen Solo-Set oder im druckvollen Trio-Format. In beiden Konstellationen bleibt Knowles nah am Publikum, ohne Distanz, ohne Pose, ganz im Dienst des Moments. Für Veranstalter ergibt sich daraus eine seltene Kombination aus musikalischer Qualität, stilistischer Offenheit und unmittelbarer Emotionalität – geeignet für kleine Clubs ebenso wie für große Festivalbühnen.
Ein Abend mit Davy Knowles ist letztlich weniger ein Konzert als eine Einladung in die Tiefenschichten des modernen Bluesrock: reduziert auf das Wesentliche, getragen von Können, Erfahrung und einer selten kompromisslosen Hingabe an die Musik.


