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13.04.2023

Petrol Girls (UK/AT)

support:Blood & Champagne (AT)

Do, 13.04.2023, 20:00 UHR, Bar
VA: RH-Veranstaltung
Gewinnspiele
PREISE Member Vorverkauf 13.00€Vorverkauf: 15.00€
Member Abendkassa: 15.00€Abendkassa: 18.00€
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Petrol Girls

Foto: Martyna Bannister

Die Zeit soll uns milder machen, aber für die Petrol Girls hat sie ihre feministische Politik zu einem immer stärkeren Cocktail destilliert. Passend, gerade wenn man bedenkt, dass ihr Logo vom ersten Tag an ein flammender Molotow-Cocktail war. Seit ihrer Gründung im Jahr 2012 ist die Band für ihren schnellen, chaotischen Punk bekannt, der von sexueller Gewalt bis hin zur Einwanderungspolitik viele politische Themen direkt ins Visier nimmt. In den letzten Jahren hat sich ihr Sound in eine nuanciertere Richtung entwickelt. Ihr Debütalbum "Talk of Violence" aus dem Jahr 2016 war eine Explosion purer politischer Wut, während Sängerin Ren Aldridge auf "Cut & Stitch" aus dem Jahr 2019 vertraute Themen aus einer persönlicheren Perspektive beleuchtete. Mit ihrem neuesten Werk "Baby", das im Juni 2022 über das Londoner Independent-Label Hassle Records veröffentlicht wurde, schlägt die Band nun eine neue Richtung ein. Diesmal mit einer guten Portion Impertinenz. "Wir wollten vom ersten Tag an, dass [dieses Album] weniger episch und weniger belehrend ist", sagt Aldridge. "Ich hasse Scheinheiligkeit. Ich hasse sie wirklich, verdammt. Aber ich weiß auch, dass ich mega scheinheilig war und mich sehr unter Druck gesetzt fühlte, scheinheilig zu sein, weil wir immer in einer sehr politischen Punk-Szene gespielt haben. Ich habe meine lustige Seite verloren, und ich musste wirklich zu ihr zurückkehren." "Baby" wurde mit Pete Miles in den Middle Farm Studios in Devon aufgenommen und zeichnet sich durch einen verspielteren Sound aus. Auch die Texte sind eine Neuerung für Aldridge. Während sie weiterhin schwere Themen wie Burnout, Femizid und Polizeigewalt anspricht, halten die Lyrics die Balance zwischen gezielter Wut und augenzwinkerndem Humor, wo es angebracht ist. Der kantige Opener "Preachers" nimmt die selbstherrliche Natur der Call-Out-Kultur aufs Korn mit Texten wie "feeling dead important in the comments", während die Leadsingle "Baby, I Had An Abortion" vom Titel bis zum Ende absichtlich pueril ist. Auf der anderen Seite zeigen Tracks wie "Violent By Design", wie die Band sich in einer Zeit, die von Black Lives Matter-Protesten und der brutalen Ermordung von Sarah Everard durch PC Wayne Cousins dominiert wird, gegen den "Carceral Feminism" wehrt. Auch "Fight For Our Lives" - ein rauer, grenzwertiger Industrial- Song - wurde von der Aktivistin und Sängerin Janey Starling mitgeschrieben. Aldridge schrieb die Strophen absichtlich so, dass sie wie ein Manifest klingen, und der Text bezieht sich auf Starlings "Dignity For Dead Women"-Kampagne mit Level Up, die die britischen Medien erfolgreich dazu aufforderte, die Art und Weise zu ändern, in der über tödliche Vorfälle von häuslicher Gewalt berichtet wird. Bei "Baby" gingen die Petrol Girls neue Wege - sie verwarfen ganze Songs, anstatt zu versuchen, Dinge zu erzwingen, die sich nicht richtig anfühlten, nahmen zum ersten Mal auf Band auf und ließen absichtlich Unvollkommenheiten einfließen. Es war ein unbeschwerterer Prozess, den Aldridge - die Anfang 2021 eine besonders schlimme Phase psychischer Erkrankungen durchgemacht hatte - begrüßte. "Lange Zeit ging es uns nur darum, den politischen Kampf nachhaltig zu gestalten, und das war auch ein Schwerpunkt der letzten Platte", sagt Aldridge. "Und ich denke, dass es wirklich wichtig ist, eine gute Zeit zu haben, wo es möglich ist, und die Dinge nicht immer total ernst zu nehmen."

 


https://www.petrolgirls.com/

Blood & Champagne

Blood & Champagne

Wir sind Blood and Champagne aus Salzburg und stehen für schnellen, harten aber auch melodischen Punkrock.


In den 4 Jahren unseres Bandbestehens haben wir es geschafft, erfolgreich eine eigene Konzertreihe “Blood and Friends” zu starten, die 2023 in die vierte Runde geht und bei der wir mit 3 weiteren Künstlern bzw. Bands aus der Umgebung ein komplettes Abendprogramm bestreiten werden. Aber auch in anderen österreichischen Städten konnte man uns schon live sehen.


Außerdem konnten wir unsere erste EP "First Blood" aufnehmen, die über das Label Gulaschmusi Records veröffentlicht wurde und von mehreren Online-Magazinen (z.B. rockmagazine.net und toughmagazine.de) positive Kritiken erhielt.


Wir versuchen immer wieder, die Punkszene in Salzburg zu pushen, indem wir uns mit anderen Künstlern vernetzen und gegenseitig unterstützen, wie z.B. bei der Salzburger Dragshow Magic Garage, oder indem wir ein Podcast-Interview machen und Tipps für junge Musiker geben.

 


https://bloodandchampagneband.weebly.com/