Mit Initiativen wie dem Heimo-Erbse-Preis unterstützt das Rockhouse aufstrebende Musiker:innen, fördert kreative Projekte, Nachwuchstalente und hält die lokale Musikszene lebendig.

Der Heimo-Erbse-Preis ist ein mit 3.000 Euro dotierter Förderpreis für Musiker:innen aus dem Großraum Salzburg. Er wird jährlich vergeben und unterstützt Künstler:innen bei der Umsetzung ihrer musikalischen Projekte.
Gestiftet wird der Preis von Markus Melms, Christian Salić, Max Kickinger, der FOMA GmbH sowie einer weiteren Spenderin, die anonym bleiben möchte.
Die Verwendung des Preisgeldes liegt bei den ausgezeichneten Künstler:innen. Es soll insbesondere Produktionen und künstlerische Vorhaben unterstützen – etwa in den Bereichen Recording, Video oder Promotion.
Bewerbungen können bis Ende August im Rockhouse Salzburg eingereicht werden. Die Unterlagen können frei gestaltet werden und sollten Informationen zum Projekt, Hörbeispiele sowie ein kurzes Konzept zur geplanten Verwendung des Preisgeldes enthalten.
Über die Vergabe des Heimo-Erbse-Preises entscheidet eine Jury. Die Bekanntgabe der Preisträger:innen erfolgt bis Ende des Jahres.
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Mit großen und prominent besetzten Werken machte der Blacher-Schüler Heimo Erbse in jungen Jahren auf sich aufmerksam, ehe er sich bald fast völlig von der Außenwelt zurückzog. Unbeirrt setzte er sich auch in späterer Zeit vor allem mit der Gattung der Symphonie auseinander.
Eine an der russischen Front erlittene Schussverletzung verhinderte die angestrebte Karriere als Instrumentalist. Nach dem 2. Weltkrieg setzte Erbse seine musikalische Ausbildung fort und studierte Dirigieren (Hermann Abendroth) und Opernregie (Ernst Kranz). In Österreich engagierte sich insbesondere Gottfried von Einem, sein Studienkollege bei Blacher, für die Aufführung von Erbses Werken.
Das entscheidende Jahr in der Karriere des Komponisten war 1959, in dem sowohl sein Ballett „Ruth“ (nach dem Alten Testament) an der Wiener Staatsoper als auch die Oper „Julietta“ bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurden.
Stilistisch zeigt Erbses Œuvre den Einfluss seines Lehrers Boris Blacher: transparenter Satz mit Augenmerk auf der linearen Entwicklung, akzentuierte Rhythmik, ausgeprägte Ostinato-Technik sowie freie, stark chromatische Tonalität. Virtuose Gesten treten zugunsten sparsamer linearer Gestaltung zurück.
Ab sofort sind wieder Einreichungen für Arbeitsstipendien und Musik-Sonderförderung bei der Stadt Salzburg für das Jahr 2026 möglich.