Sa, 7.11.2026 / 20:00 / Rockhouse Bar

Alles zum Event
Zwei Bands treffen aufeinander, deren Wurzeln bis in die rebellische Salzburger Post-Punk-Szene der späten 1980er-Jahre zurückreichen und die sowohl miteinander als auch der Seinswerdung des Rockhouse verwoben sind.
Die Geometrie des Krachs
Im Rockhouse begegnen sich zwei Bands, deren gemeinsame Chronik in den späten 1980er-Jahren beginnt. Es ist die Bruchlinie der Salzburger Kulturgeschichte: Während die offizielle Mozartstadt die Hochglanzkultur verwaltet, formiert sich im Abseits eine Gegenbewegung. Auf den Plattentellern rotiert Post-Punk und alternativer Gitarrenrock – laut, politisch, ungeschliffen. Das popkulturelle Diktat jener Tage ist denkbar pragmatisch: Drei Akkorde, maximale Lautstärke, nackte Energie. Aus diesem Impuls speist sich nicht nur eine neue musikalische Selbstbehauptung, sondern letztlich auch die Gründung des Rockhouse als institutioneller Freiraum einer drängenden Szene.
Bruchlinien und Stammbäume
Zu den Protagonisten dieser Stunde null zählte die Formation „In The Bend End Band“. Deren personeller Stammbaum ergoss sich über die Jahre sowohl in die Band Grovers Mill als auch die The Jekyl & Hyde Park Band.
Letztere versteht ihre Gegenwart weniger als museale Rückschau, denn als Kontinuität:
„Auch nach 35 Jahren bleiben wir unserem Stil treu: eingängige Melodien inmitten atmosphärischer, teils brachialer Soundlandschaften. Es ist eine Reise zurück in die Garagen des Alternative Rock, der heute längst als Referenzrahmen für jüngere Generationen fungiert.“
Der stilistische Radius der „Jekyls“ bleibt dabei bewusst ambivalent. Er bewegt sich zwischen dem dichten, fast apokalyptischen Dröhnen klassischer Rock-Mythologien und countryesken, cinematischen Brüchen im Stile eines „Rodeo Riders and Clowns“. Was bleibt, ist die Besinnung auf die Kernzelle: Das Prinzip einer funktionierenden, analogen Band.
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